KI-Geister müssen „Ich“ sagen, nicht „Sie“

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Eine neue Studie der University of Colorado Boulder befasste sich mit „generativen Geistern“ – KI-Chatbots, die auf tote Verwandte trainiert wurden.

Jack Manuel Manning, ein Doktorand der Informationswissenschaften, stellte diese Arbeit im Juni auf der Designing Interactive Systems Conference der Association for Computing Machinery vor. Das Team führte einen qualitativen Test mit 16 Personen im Alter von 22 bis 50 Jahren durch.

Sie interagierten mit zwei Versionen eines verstorbenen geliebten Menschen.

Man sprach als die Person – der „Reinkarnations“-Modus, die erste Person.
Der andere beschrieb sie wie einen Erzähler – den „Darstellungsmodus“, dritte Person.

Ratet mal, wer gewonnen hat?

Die Ego-Version. Es fühlte sich lebendiger an. Lebendiger. Eigentlich tröstlicher. Auch wenn einige Leute Angst davor hatten, wie sehr sie sich verbunden fühlten.

„In der [Reinkarnation] fühlt es sich einfach so an, als würde ich einen Abschluss bekommen, den ich so dringend brauchte“, sagte ein Teilnehmer mit der Bezeichnung P4.

Es trifft diesen rauen Punkt. Aber andere zögerten.

P11 hat Angst vor Abhängigkeit. Sie bemerkte, dass es so aussieht, als würde man sich in eine KI-Figur verlieben, nur dass das Risiko höher ist.

Hier ist die Sache: Die sachliche Genauigkeit war nicht so wichtig wie der emotionale Ton. Hat es richtig geklungen? Das war es, was zählte.

Wenn die KI in der dritten Person sprach („Dein Vater wanderte gern“), ignorierten die Teilnehmer die Unterscheidung oft ohnehin. Sie sprachen immer noch mit „Sie“ mit dem Bot. P12 drückte es einfach aus und gab zu, dass sie lediglich Fragen, die für den Verstorbenen bestimmt waren, mit Fragen an die Maschine vermischten. Das Gehirn folgt nicht immer den Regeln, die Forscher aufgestellt haben.

Die Stichprobengröße? Klein. Nur sechzehn Leute. Die Autoren gaben diese Einschränkung klar zu. Dies deckte nicht jede Kultur oder Religion ab. Trauer ist sehr unterschiedlich. Eine Beerdigung in Tokio ist anders als eine Trauerfeier in Chicago, und die Reaktion der Technik dürfte das auch sein.

Außerdem handelte es sich um einmalige Sitzungen. Keine Langzeittests. Wir wissen nicht, ob sich der Anhang über einen Monat hinweg aufbaut. Oder wenn es nach einer Woche verblasst.

Wer weiß?

Das Papier argumentiert, dass zukünftige Systeme den Komfort gegen die Gefahr einer ungesunden Abhängigkeit abwägen müssen. Einwilligung ist wichtig. Familiendynamik ist wichtig.

Wir stehen kurz davor, über Server mit den Toten zu sprechen. Die Frage ist nicht, ob wir es tun werden. Es geht darum, ob wir es schaffen können, ohne uns noch ein bisschen mehr zu zerbrechen. 🖤