Flipboard führt „Social Websites“ ein, um offene Webinhalte zu konsolidieren

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Flipboard, bekannt für seine kuratierte Lese-App, hat eine neue Funktion namens „Social Websites“ eingeführt, die es Entwicklern und Herausgebern ermöglicht, zentrale Hubs für ihre Online-Communitys aufzubauen. Dieser Schritt stellt einen Wandel hin zu mehr Eigentum und Kontrolle über Inhalte dar und nutzt das wachsende Ökosystem dezentraler sozialer Plattformen.

Was sind die sozialen Websites von Flipboard?

Diese neuen Websites sollen Inhalte aus verschiedenen Quellen im offenen sozialen Web zusammenfassen, darunter Mastodon, Bluesky, Threads, YouTube, Podcasts, Blogs und RSS-Feeds. Anstatt eine Community von Grund auf aufzubauen, können Ersteller bestehende Konversationen und Follower an einem einzigen Ziel zusammenfassen.

Mike McCue, CEO von Flipboard, betont, dass es bei diesen Websites darum geht, den Erstellern die Kontrolle über das Erlebnis zu geben, einschließlich des Algorithmus selbst. Dies ist eine direkte Reaktion auf die Beschränkungen und Restriktionen, die von traditionellen Social-Media-Giganten auferlegt werden.

Wie funktionieren sie?

Die Grundlage für soziale Websites ist die Reader-App „Surf“ von Flipboard, mit der Nutzer bereits dezentrale soziale Plattformen durchsuchen können. Benutzer können einen Surf-Feed erstellen, indem sie sich bei surf.social anmelden und relevante Quellen hinzufügen.

Das Hauptmerkmal ist die Möglichkeit, dem Feed eine benutzerdefinierte Domain zuzuweisen und ihn so in eine vollwertige soziale Website umzuwandeln, die im gesamten Web geteilt werden kann. Flipboard plant, zusätzliche Anpassungsoptionen wie benutzerdefinierte Kopfzeilen und Farben einzuführen, um das Benutzererlebnis weiter zu verbessern.

Frühzeitige Einführung und Anwendungsfälle

Mehrere Verlage und Ersteller haben die neue Funktion bereits übernommen:

  • The Verge, Wired, Rolling Stone, 404 Media und The Oregonian haben soziale Websites gestartet, um ihren Journalismus zu zentralisieren und die Leser in einem einheitlichen Hub anzusprechen.
  • Schöpfer David Rushing hat „All Net“ erstellt, einen speziellen Bereich für NBA-Fans, um Liganachrichten, Videos und Spielkommentare in Echtzeit zu verfolgen.

Diese Beispiele veranschaulichen die Vielseitigkeit sozialer Websites für verschiedene Inhaltstypen und Communities.

Warum das wichtig ist

Die sozialen Websites von Flipboard kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt in den sozialen Medien. Da Benutzer zunehmend nach Alternativen zu zentralisierten Plattformen suchen, gewinnen dezentrale Optionen wie Mastodon und Bluesky an Bedeutung. Diese Funktion nutzt diesen Trend, indem sie eine benutzerfreundliche Möglichkeit bietet, diese fragmentierten Räume zu konsolidieren.

Diese Entwicklung ist bedeutsam, weil sie die Kontrolle wieder in die Hände von Urhebern und Communities legt und nicht von Plattformen, die vorschreiben, wie Inhalte organisiert und konsumiert werden.

Flipboard setzt auf die Idee, dass die Menschen mehr Eigentum an ihren Online-Bereichen wünschen und dass ein einheitliches Erlebnis im gesamten offenen Web sowohl wünschenswert als auch erreichbar ist.

Die Zukunft der sozialen Interaktion könnte durchaus dezentralisiert sein, und Flipboard positioniert sich als wichtiger Wegbereiter dieses Wandels.