Die offizielle Vergleichswebsite für die Sammelklage Taylor gegen Google LLC ist jetzt online und ermöglicht berechtigten Android-Nutzern in den Vereinigten Staaten, mit dem Verfahren zur Geltendmachung ihres Anteils an einem Vergleich in Höhe von 135 Millionen US-Dollar zu beginnen.
In der Klage wurde behauptet, dass die Android-Geräte von Google an der unbefugten Übertragung von Benutzerdaten beteiligt seien. Konkret argumentierten die Kläger, dass Google-Geräte passiv Mobilfunkdaten an das Unternehmen übermittelten, selbst wenn die Geräte inaktiv waren und ohne ausdrückliche Zustimmung des Nutzers. Obwohl Google kein Fehlverhalten eingestanden hat, hat das Unternehmen dieser massiven Auszahlung zugestimmt, um den Rechtsstreit beizulegen.
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So funktioniert die Abrechnung
Der Vergleich zielt darauf ab, etwa 100 Millionen Android-Nutzer in den USA zu entschädigen. Der genaue individuelle Auszahlungsbetrag steht zwar noch nicht fest, die Verteilung folgt jedoch diesen Richtlinien:
- Individuelle Obergrenze: Jedes berechtigte Mitglied kann maximal 100 $ erhalten.
- Verteilungsmethode: Nach Deckung der Verwaltungskosten, Steuern und Anwaltskosten werden die verbleibenden Mittel gleichmäßig unter allen berechtigten Mitgliedern verteilt.
- Restgelder: Wenn nach der Abwicklung aller Zahlungen noch Geld übrig bleibt, wird es entweder an die Mitglieder weiterverteilt oder an eine vom Gericht genehmigte Organisation gespendet.
Hinweis: Wenn Sie nichts unternehmen, haben Sie möglicherweise immer noch Anspruch auf eine Zahlung, aber Sie müssen auf der offiziellen Website eine bevorzugte Zahlungsmethode auswählen, um sicherzustellen, dass Sie die Zahlung tatsächlich erhalten.
Teilnahmevoraussetzungen
Um sich als Mitglied dieser Siedlungsklasse zu qualifizieren, müssen Sie alle vier der folgenden Kriterien erfüllen:
- Wohnsitz: Sie müssen eine in den Vereinigten Staaten lebende Einzelperson sein.
- Gerätenutzung: Sie müssen ein Android-Mobilgerät mit einem Mobilfunk-Datentarif verwendet haben.
- Zeitplan: Ihre Gerätenutzung muss zwischen dem 12. November 2017 und dem Datum der endgültigen Genehmigung des Vergleichs stattgefunden haben.
- Ausschluss: Sie können nicht Mitglied des Vergleichs Csupo vs. Google LLC sein (ein separater, ähnlicher Fall speziell für Einwohner Kaliforniens).
Änderungen an den Datenpraktiken von Google
Über die finanzielle Auszahlung hinaus erfordert dieser Vergleich erhebliche Änderungen in der Art und Weise, wie Google mit Datentransparenz und Nutzerkontrolle umgeht. Dies ist eine entscheidende Entwicklung im breiteren Trend der „passiven Datenerfassung“, bei der Geräte Informationen im Hintergrund sammeln, ohne dass der Benutzer aktiv eingreift.
In Zukunft wird Google Folgendes implementieren:
- Aktualisierte Nutzungsbedingungen: Die Google Play-Bedingungen werden aktualisiert, um ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass bestimmte Datenübertragungen passiv erfolgen, auch wenn das Gerät nicht verwendet wird, und dass Mobilfunkdaten verwendet werden können, wenn kein WLAN verfügbar ist.
- Erweiterte Einwilligung: Benutzer müssen während der Geräteeinrichtung eine ausdrückliche Einwilligung für diese Prozesse erteilen.
- Verbesserte Kontrollen: Google hat sich verpflichtet, die Datenerfassung vollständig zu stoppen, wenn ein Nutzer die Option “Datennutzung im Hintergrund zulassen” auf “Aus” schaltet.
Wichtige Fristen und nächste Schritte
Das Gerichtsverfahren läuft noch und es stehen mehrere wichtige Termine an:
- 29. Mai: Die Frist, um sich selbst vom Vergleich auszuschließen oder sich schriftlich an das Gericht zu wenden, um Einspruch gegen die Bedingungen zu erheben.
- 23. Juni: Die endgültige Anhörung zur Genehmigung. Während dieser Anhörung entscheidet das Gericht, ob die Einigung fair ist, und geht auf etwaige Einwände ein.
Benutzern wird empfohlen, die offizielle Vergleichswebsite zu besuchen, um ihre Zahlungsmethode auszuwählen und über etwaige Änderungen des Anhörungsplans auf dem Laufenden zu bleiben.
Zusammenfassung: Berechtigte Android-Nutzer in den USA können jetzt einen Anteil an einem Vergleich in Höhe von 135 Millionen US-Dollar wegen nicht autorisierter Datenübertragungen fordern, während Google sich bereit erklärt, strengere Transparenz und Benutzerkontrollen hinsichtlich der Nutzung von Hintergrunddaten einzuführen.
