Aktualisierte Bedingungen von TikTok: Was Sie vereinbart haben

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TikTok hat kürzlich seine Nutzungsbedingungen aktualisiert, was eine Welle der Besorgnis der Benutzer hervorrief. Das Update, das mit einer Eigentumsverlagerung hin zu einem mehrheitlich US-amerikanischen Unternehmen einhergeht, hat Fragen zu den Datenerhebungspraktiken aufgeworfen – insbesondere dazu, ob die Plattform nun sensible persönliche Informationen wie Rasse, Geschlechtsidentität und Einwanderungsstatus erfasst.

Das Kernproblem: Die Datenerfassung bleibt umfangreich

Die kurze Antwort: Die aktualisierte Datenschutzerklärung von TikTok ändert nichts Grundlegendes an der bestehenden Datenerfassung. Die Plattform behält sich bereits das Recht vor, nutzergenerierte Inhalte – Beiträge, Kommentare, Livestreams, sogar Inhalte in der „Pre-Upload“-Phase – zu scannen, um Daten über Nutzer zu sammeln. Dazu gehören sensible Details wie sexuelle Orientierung, psychische Gesundheitsdiagnosen und Einwanderungsstatus.

Die primäre Veränderung liegt in der Klarheit. TikTok gibt nun ausdrücklich zu, dass es präzise Standortdaten sammelt (es sei denn, Benutzer widersprechen) und erkennt die Einhaltung von Gesetzen wie dem California Consumer Privacy Act (CCPA) an. In beiden Versionen der Richtlinie heißt es, dass TikTok Informationen aus allen Formen von Benutzerinhalten sammeln kann, auch wenn Benutzer versuchen, diese mithilfe von Filtern zu anonymisieren.

TikTok kann frühere Gesichts- oder Sprachfilter erkennen und seine Algorithmen überwachen Inhalte bereits vor der Veröffentlichung, um angesagte Audios vorzuschlagen oder Hashtags zu generieren.

Was ist neu im Update?

Über die ausdrückliche Anerkennung der Standortverfolgung hinaus führt das Update zwei wichtige Änderungen ein:

  1. Werbung von Drittanbietern: TikTok ermöglicht jetzt „maßgeschneiderte Anzeigen und gesponserte Inhalte“ von Drittanbietern auf der Grundlage von Benutzerdaten, die über In-App-Werbung hinausgehen und auch Off-Plattform-Targeting umfassen.
  2. Generative KI-Regeln: Die Plattform hat Regeln für KI-generierte Inhalte hinzugefügt, die irreführende oder nicht gekennzeichnete KI-Kreationen verbieten und Eingriffe in die eigenen KI-Tools von TikTok einschränken.

Warum das wichtig ist

Die fortgesetzte Erfassung sensibler Daten wirft berechtigte Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes auf. Obwohl TikTok angibt, diese Informationen in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen zu verarbeiten, bleibt die schiere Menge der gesammelten Daten – einschließlich potenziell identifizierender Details – ein Streitpunkt. Das Update ändert nicht, was TikTok sammelt, aber es stellt klar, wie es das tut.

Der Eigentümerwechsel

Der Zeitpunkt dieser Aktualisierung fällt mit der verstärkten Überprüfung von TikTok durch die US-Regierung zusammen, die auf Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit und Ängste vor ausländischem Einfluss zurückzuführen ist. Die neue Eigentümerstruktur zielt darauf ab, diese Bedenken auszuräumen, beseitigt jedoch nicht die zugrunde liegenden Datenerfassungspraktiken. Tatsächlich hat die neue Führung von TikTok bereits Pläne angekündigt, ihren Content-Empfehlungsalgorithmus mit einem auf die USA ausgerichteten Fokus umzuschulen.

Die aktualisierten Nutzungsbedingungen erinnern daran, dass das Geschäftsmodell von TikTok stark auf Benutzerdaten basiert. Ob diese Daten verantwortungsvoll genutzt werden – und ob sie für ausländische Regierungen zugänglich sind – bleibt eine offene Frage.

Fazit: Die neuen Bedingungen von TikTok führen nicht zu einer radikal neuen Datenerfassung, sie festigen jedoch bestehende Praktiken und machen sie transparenter. Benutzer, die sich Sorgen um ihre Privatsphäre machen, sollten die Richtlinie sorgfältig lesen und ihre Einstellungen entsprechend anpassen.