Vielfältige Personalbeschaffung beginnt mit vielfältigen Investitionen

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Startups behaupten oft, Vielfalt zu schätzen, aber sinnvolle Veränderungen erfordern Maßnahmen schon in den frühesten Phasen – angefangen bei der Finanzierung der Gründer. Ein wirklich vielfältiges Team entsteht nicht durch Zufall; Es erfordert bewusste Anstrengungen bei der Einstellungspraxis und die Erkenntnis, dass das aktuelle System häufig bestehende Vorurteile verstärkt.

Die Rolle des Gründers beim Aufbau von Vielfalt

Leah Solivan, Gründerin von Taskrabbit und Precedent.VC, betont, dass Diversität bereits bei der ersten Einstellung in die DNA eines Unternehmens integriert werden muss. Als sich Taskrabbit von einem kleinen Unternehmen zu einem führenden Unternehmen der Gig-Economy entwickelte, legte Solivans Team bei jeder Position bewusst Wert auf vielfältige Talente.

„Wenn man das von Anfang an macht, wird es einfacher, weil die Kultur, die man aufbaut, das Team, das man aufbaut, das Netzwerk, das man als Unternehmen aufgebaut hat, vielfältiger ist und sich selbst nährt. Es wird ein Ökosystem.“

Die Realität ist, dass der Talentpool jedes Startups das Netzwerk des Gründers widerspiegelt. Das bedeutet, dass systemische Veränderungen in der Technologie damit beginnen, wer das Kapital kontrolliert. Der Geldfluss bestimmt letztendlich, welche Gründer Finanzmittel erhalten, und die aktuellen Vorurteile bei Risikokapital haben erheblichen Einfluss darauf, wer einen Platz am Tisch erhält.

Die Finanzierungspipeline: Vom Kommanditisten zum Gründer

Solivan erklärt, dass das Geld von Kommanditisten stammt, die die Mittel dann an Risikokapitalgeber verteilen. Diese VCs wiederum entscheiden, in welche Gründer sie investieren. Diese hierarchische Struktur bedeutet, dass zugrunde liegende Vorurteile auf jeder Ebene – von den Kommanditisten bis zu den VCs selbst – sich direkt auf die Vielfalt des Startup-Ökosystems auswirken.

Praktische Schritte für eine gezielte Einstellung

Solivan schlägt konkrete Schritte zur Überwindung dieser Hindernisse vor. Gründer sollten eine bewusste Unausgewogenheit bei der Prüfung von Lebensläufen anstreben (z. B. zwei weibliche Kandidaten für jeden männlichen Kandidaten) und ihre Rekrutierungsnetzwerke aktiv erweitern. Ebenso wichtig ist die Förderung von Personen mit unterschiedlichem Hintergrund in Führungspositionen.

„Sie bitten jemanden, von einer Klippe herunterzulaufen – bauen wir ein Netz, in das er springen kann.“

Diese Schritte erfordern eine proaktive Denkweise, die die Herausforderungen unterrepräsentierter Gruppen anerkennt und ihnen Unterstützung zum Erfolg bietet. Es ist oft zu spät, mit der Bewältigung der Vielfalt auf spätere Phasen zu warten; Die Kultur und das Netzwerk sind bereits etabliert.


Letztendlich erfordert die Schaffung einer integrativeren Technologiebranche eine grundlegende Änderung der Kapitalallokation. Das derzeitige System hält die Ungleichheit aufrecht, aber absichtliche Einstellungspraktiken und unterschiedliche Investitionsentscheidungen können den Kreislauf stören.