Spotify führt eine neue Funktion ein, die den Hörern die Kontrolle über ihre Musikempfehlungen gibt. Zum ersten Mal können Benutzer das algorithmisch generierte „Geschmacksprofil“, das personalisierte Playlists wie Discover Weekly und das jährliche Spotify Wrapped unterstützt, direkt überprüfen und bearbeiten.
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Was ist ein Geschmacksprofil?
Das Geschmacksprofil ist Spotifys internes Modell der Musikpräferenzen eines Benutzers. Es besteht aus jedem Lied, Podcast und Hörbuch, das ein Benutzer in der App hört. Bisher hatten Benutzer nur begrenzte Kontrolle über dieses Profil, was zu frustrierenden Empfehlungen außerhalb des Ziels führte.
Wie wird die neue Funktion funktionieren?
Die Betaversion, die zunächst in Neuseeland für Premium-Benutzer eingeführt wird, ermöglicht es Benutzern, an einem Ort auf ihren gesamten Hörverlauf zuzugreifen. Von dort aus können sie ihr Profil mithilfe von Eingabeaufforderungen in natürlicher Sprache verfeinern – indem sie Spotify im Wesentlichen um mehr oder weniger bestimmter Schwingungen bitten. Auf der Startseite der App werden die Änderungen sofort angezeigt.
„Dies ist ein großer Schritt in Richtung Transparenz und Benutzerkontrolle“, sagt Gustav Söderström, Co-CEO von Spotify, bei SXSW. „Die Zuhörer haben sich das schon seit Jahren gewünscht.“
Warum das wichtig ist
Seit Jahren beschweren sich Spotify-Nutzer darüber, dass sich die Empfehlungen der App ungenau anfühlen. Dies ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen:
- Gemeinsame Konten: Familienmitglieder, die dasselbe Konto verwenden, verzerren das Geschmacksprofil.
- Situatives Zuhören: Schlafgeräusche oder für Kinder gespielte Musik verunreinigen den Algorithmus.
- Vergessene Entfernungen: Benutzer vergessen oft, Titel auszuschließen, die nicht mit ihrem Geschmack in Verbindung gebracht werden sollen.
Diese Probleme haben notorisch das Spotify Wrapped-Erlebnis vieler Menschen ruiniert, ein beliebtes Feature zum Jahresende, das zu einem kulturellen Phänomen geworden ist.
Was passiert als nächstes?
Laut Spotify wird der Taste Profile Editor in den kommenden Wochen auf andere Märkte ausgeweitet. Diese Funktion markiert einen Wandel hin zu einer größeren Benutzeragentur und geht auf seit langem bestehende Beschwerden über algorithmische Transparenz und Genauigkeit ein.
Das Fazit: Spotify lässt Benutzer endlich die Musik, die sie hören, gestalten, anstatt einem undurchsichtigen Algorithmus ausgeliefert zu sein. Diese Änderung könnte die Empfehlungsqualität und Benutzerzufriedenheit der Plattform deutlich verbessern.
